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Coronavirus Pandemie Krise Covid-19

Coronavirus

Das Coronavirus ist nur eine Krise auf der Welt, dass die Zukunft der Menschen bedroht. Da gibt es die Klimakrise, die Handelskriege, neue Finanzkrisen, Bankenrettung, gewaltsame Konflikte, nur um einige zu nennen. Alles weltweite Geschehen, die sich von keiner Landesgrenze stoppen lassen. In diesem Artikel beschäftige ich mich mit dem Coronavirus, weil es noch immer deutlich das Leben beeinträchtigt und wir eine Nähe zum Thema haben. Es geht aber um keine Diskussion über Maßnahmen, die im Zusammenhang mit der Pandemie gesetzt wurden. Eine Diskussion hierüber würde uns auch nicht weiter bringen. Wir brauchen eine ganz neue Diskussion. Wie müssen wir uns organisieren, damit wir besser auf solche Situationen vorbereitet sind und wie gehen wir dauerhaft fair mit den Menschen um, die wirklich systemrelevant sind.

Hoffnung

Am Anfang der Pandemie waren es nicht die Maßnahmen, die Schlimmeres verhindert haben. Es waren die Menschen, die aus eigenem Verantwortungsgefühl auf die Situation reagiert haben. Schnell wurde erkannt, welche Berufsgruppen wirklich systemrelevant sind und das Globalität zu einem großen Problem in Krisenzeiten werden kann. Das Coronavirus hat alte Probleme an die Oberfläche gespült und wir mussten uns damit auseinandersetzen. Schnell war klar, dass es nicht klug ist, jegliche Produktion in Länder zu verlegen, wo Menschen besser ausgebeutet werden können.

Da hatte ich die Hoffnung, dass dies etwas in der Bevölkerung ändert und wir mit Blick auf die Zukunft endlich bereit sind für wirkliche Veränderungen zum Vorteil der Menschen. Doch da habe ich mich leider getäuscht. Berufsgruppen, die wir noch im Frühjahr 2020 beklatscht haben, empfinden wir nun wieder eher lästig, wenn sie bessere Arbeitsbedingungen und Löhne einfordern. Aber klar, das muss am Ende ja auch von der Allgemeinheit bezahlt werden. Heimische Maskenproduktionen die recht schnell realisiert wurden, bleiben nun wieder auf ihren Beständen sitzen, weil chinesische Masken doch um wenige Cent billiger sind. Nur zwei Beispiele von vielen.

Lieferketten

In einer globalen Welt, in der es um den Profit für den Einzelnen geht, waren Probleme bei den Lieferketten schon vor dem Coronavirus bekannt, wurden nur kaum beachtet.

Aus Kostengründen wird vieles heutzutage in Asien gefertigt. Das bringt einen Wettbewerbsvorteil und der Profit kann sich sehen lassen. Würde sich das nur auf Produkte beziehen, auf die wir in Krisenzeiten verzichten können, wäre das eher unproblematisch. So ist es aber leider nicht.

Medikamente Lieferengpässe Versorgungsengpässe

Die Produktion unserer Medikamente liegt fast ausschließlich in chinesischer und indischer Hand, während Indien bei der Produktion abhängig von China ist. Pharmazeutin Prof. Ulrike Holzgrabe bringt es auf den Punkt: „Die Chinesen brauchen gar keine Atombombe. Sie liefern einfach keine Antibiotika mehr“. Dieser Umstand macht auch erpressbar, wenn es einmal hart auf hart kommt. Darüber lohnt es sich nachzudenken, zumal China immer mehr Einfluss auf die ganze Welt nimmt.

Schon ohne Krisenzeiten sind die Probleme im Pharmabereich erheblich. Bei den Recherchen zum Artikel im März 2020 führte die gelbe Liste rund 234 Medikamente und Impfstoffe mit Lieferengpässen. Darunter Antibiotika, Herzmedikamente, Psychopharmaka, Blutverdünner, Blutdrucksenker und vieles mehr. Auch wenn es oft Therapiealternativen gibt, ist der Umstand unserer profitorientierten Welt geschuldet. Eine der Hauptursache ist der Preiskampf zwischen den Krankenkassen und der Pharmaindustrie. Der Preis muss stimmen und dann klappt es auch mit der Behandlung.

Eine Krise wie das Coronavirus verschärft die Situation im Gesundheitswesen enorm. Plötzlich sind Hygieneartikel ausverkauft und Nachschub ist kaum in Sicht, weil durch das Virus in Asien Produktionen ausfallen. Das betrifft auch die Pharmaindustrie. Auch wenn es noch keine Medikamente gegen das Coronavirus gibt, bleiben uns alle anderen Krankheiten und der Bedarf an Medikamente erhalten. Da werden Lieferengpässe schnell einmal zu Versorgungsengpässen. Das schafft neben Covid-19 gleich ganz neue Probleme. Der Abhängigkeit von Billiglohnländern können wir nur dann entkommen, wenn wir uns ganz neu organisieren und das anders gestalten. Auf jeden Fall empfehlenswert und in die Zukunft gedacht.

Gesundheitliche Aspekte

Seit Ausbruch der Pandemie haben wir viel dazu gelernt. Wir wissen, wie wir uns und andere sinnvoll schützen können und haben die Gewissheit, dass das Coronavirus nicht unterschätzt oder verharmlost werden sollte. Dem jetzigen Wissenstand geschuldet, wissen wir auch, dass statistisch genesen nicht für gesund steht.

Die meisten von uns werden schon vom Post Covid Syndrom gehört haben. Davon betroffen nicht nur die akut Erkrankten. Ganz sicher eine unterschätzte Gefahr für unser Gesundheitssystem. Die Tragweite werden wir erst in der Zukunft sehen und dann wird auch eine neue Diskussion entstehen, wie finanzieren wir die Behandlung der Spätfolgen.

Ersten Erkenntnissen nach gibt es beim Post Covid Syndrom eine Vielzahl an Symptomen. Dazu gehört das schwere Erschöpfungssyndrom, Veränderungen in der Hirntätigkeit, Organschäden, Depression und Ängstlichkeit und andere Symptome. Wer sich näher darüber informieren möchte, dem empfehle ich den Artikel der österreichischen Gesellschaft für Pneumologie.

Wirtschaftliche Aspekte

Persönlich bin ich davon überzeugt, dass wir als Menschheit die Krise im gesundheitlichen Bereich meistern werden. Sie wird Opfer fordern und damit meine ich auch nicht nur die Menschen, die am Virus sterben. Für viele Menschen steht im Moment die finanzielle Existenz auf dem Spiel.

Coronavirus Finanzhilfen

Großzügig wurden Wirtschaftshilfen verteilt. Vor allem die großen Konzerne konnten davon profitieren. Auch die, die nur wenig Steuern im eigenen Land lassen. Für so manches Unternehmen waren die Coronahilfen das bessere Geschäft. So konnten Dividenden erhöht werden, zur Freude der Aktionäre. Für viele Selbstständige war die Realität eine andere. Hilfen gab es nur für Betriebsausgaben, so als müsse man nicht auch nebenbei noch das Leben finanzieren. Wer keine Rücklagen hatte, musste die Sozialsysteme in Anspruch nehmen. Kurzarbeiter mussten Lohneinbußen in Kauf nehmen und wer das Haushaltsgeld durch einen geringfügigen Job erhöht, ging ganz leer aus.

„Die Schere scheint sich nicht zwischen arm und reich zu öffnen, sondern zwischen angestellt und selbstständig.“ (Quelle: Andreas Hackethal, Ökonom am Leibniz-Institut für Finanzmarktforschung SAFE)

In der Tat wissen wir mittlerweile, dass ganze Branchen vergessen wurden bei den wirtschaftlichen Hilfen. Da stehen ganz viele Existenzen auf dem Spiel und so manches Lebenswerk droht die Insolvenz. Das betrifft vor allem die Branchen, die unserem Leben die Lebensfreude bringt.

Auch wenn ich kein Ökonom bin, bin ich davon überzeugt, dass die Schere zwischen arm und reich sich erneut ein Stückchen weiter geöffnet hat. Auch nach der Finanzkrise sind die Reichen reicher geworden und der Bürger muss bis heute große Verluste hinnehmen. Schon bald werden auch die Menschen wieder vergessen sein, die ihre sicher geglaubte Existenz verloren haben.

Nachdenklich umdenken jetzt

Damit wir allen Menschen gerecht werden können, müssten wir noch viele Finanzhilfen auflegen. Dafür steht kein Geld zur Verfügung und kann nur durch erneute Schulden aufgebracht werden. Ein Tropfen auf den heißen Stein, bedenkt man, das viele weitere Krisen schon vor der Haustüre stehen. Globalisierung, Digitalisierung, Finanzkrisen, Bankenrettung, Klimakrise, erneute Pandemie, um nur einige zu nennen.

Neue Schulden müssen aber auch irgendwann von jemand bezahlt werden. In der Regel geschieht das durch die Gesellschaft. Vor allem der Klimawandel wird da eine Herausforderung werden. Alleine für das Juli-Hochwasser stellt der Bund und die Länder einen Aufbaufond in Höhe von 30 Milliarden zur Verfügung.

Fazit Coronavirus

Mit meiner Webseite beschäftige ich mich mit der Befreiung vom Geld. Natürlich gäbe es das Coronavirus auch, wenn wir uns als Gesellschaft ohne Geld organisieren. Viele Probleme, die jetzt aber entstehen, hätten wir gar nicht.

Ausreichend Pflegekräfte und Ärzte würden zur Verfügung stehen, siehe auch die Themen „Arbeit neu gestalten“ und „Soziale Entwicklung“. Hygieneartikel und Medikamente können wir im Land produzieren und stehen nicht in Abhängigkeit zu Billiglohnländern(Thema: “Wirtschaft neu gestalten“). Niemand wäre in seiner Existenz gefährdet, siehe auch das Thema „Sichere Existenz für Alle“. Wir können mit einer Pandemie ganz anders umgehen, weil Profit keine Rolle spielt. Das Coronavirus (Covid-19) wird auch nicht die letzte Pandemie sein. Wenn wir uns richtig organisieren, werden wir die gesellschaftlichen Herausforderungen in der Zukunft leichter meistern, ohne dass es Verlierer gibt, abgesehen von den Toten einer Pandemie.

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