Wir müssen uns neu organisieren
Wir brauchen einen Plan B

Ich bin Einer von rund 7,5 Milliarden Menschen auf der Erde und sicherlich nicht der Einzige, der sich einen Plan B wünscht. Es läuft nicht wirklich gut und so richtig gut geht es immer weniger Menschen. Würde es jedem Menschen gut gehen, dann müsste keiner fürchten, dass es ihm eines Tages schlecht geht. So mancher wird nun sagen, Träumer und ich sage: “Absolut erstrebenswert und erreichbar, wenn wir das auch möchten”!

Der Wirtschaft muss es gut gehen!

Der Wirtschaft muss es gut gehen

Von Seiten der Politik wird uns immer vermittelt, der Wirtschaft muss es gut gehen, dann geht es auch uns gut. Ein Märchen, das die Brüder Grimm nicht besser hätten inszenieren können. Wer aber am Tropf, der Wirtschaft hängt, kann wohl auch gar nicht anders argumentieren und versklavt seine Bürger. Nicht verwunderlich, dass nach der Finanzkrise 2008 die Reichen reicher geworden sind und das Vermögen der Bürger kontinuierlich abgeschmolzen wird.

Geht es den Bürgern wirklich so gut?

In der Mittelschicht gibt es Menschen, die recht zufrieden mit Ihrem Leben sind und die Dringlichkeit eines Plan B völlig unterschätzen. Sie werden die Fehler bezahlen, die eine Politik der Verdrängung verursachen. Nicht jedem in der Mittelschicht geht es gut und so ist es auch nicht verwunderlich, dass sich in der Mittelschicht Unzufriedenheit und der Wunsch nach einem Plan B breitmacht.

Für mehr Übersichtlichkeit, nur einige Fakten. Wer sich tiefer mit der Materie beschäftigen möchte, findet hierzu in der Zukunft, Artikel im Themenbereich.

Armut: Offiziell sind in Deutschland rund 19,7 Prozent und in Österreich 17,5 Prozent der Menschen von Armut betroffen. Das heißt fast jeder fünfte. Die offiziellen Zahlen spiegeln die Realität nicht wieder. Wer nicht offiziell in die Armut fällt, kann durch Gesundheitskosten, Unterhaltszahlungen, teure Mieten etc. trotzdem in die Armut fallen.

Sterblichkeit: Untersuchungen zeigen, dass arme Menschen rund ein Jahrzehnt früher sterben und die Rente/Pension der reicheren Menschen subventionieren.

Vermögensverteilung: In Deutschland und Österreich hat die Hälfte der Bevölkerung, nicht einmal 3 Prozent Anteil am Gesamtvermögen. Wer nun glaubt, dass die restlichen rund 97 Prozent Vermögen sich fair auf die andere Hälfte der Bevölkerung verteilt, täuscht sich. So haben in Deutschland rund 40 der reichsten Milliardäre ein Vermögen, so groß, wie es die Hälfte der Bevölkerung hat.

Niedriglohn: In Deutschland arbeitet rund jeder vierte und in Österreich jeder sechste Arbeitnehmer für einen Niedriglohn. Schlichtweg unwahr ist, dass dies nur die Ungelernten betrifft, ganz nach dem Motto: “Hättest was Gescheites gelernt”. Betroffen sind rund 10 Prozent Akademiker (rund 800.000 in DE), 70 Prozent Gelernte (5,6 Millionen in DE) und rund 20 Prozent Ungelernte (1,6 Millionen in DE). Fleißige Menschen, die sich davor fürchten, dass die Waschmaschine oder das Auto kaputt geht, trotz Arbeit.

Digitalisierung: Es gibt mittlerweile einige Studien, die davon ausgehen, dass die Digitalisierung viele Arbeitsplätze überflüssig macht. Nur die Politik hat die beruhigenden Antworten. Es werden genauso neue Arbeitsplätze entstehen. Niemand diskutiert darüber, was, wenn die Arbeitsplätze nicht entstehen. Im Prinzip müssen wir gar nicht darauf warten, dass die Digitalisierung massenweise Arbeitsplätze vernichten wird. Schon der Umstieg auf die Elektromobilität stellt die Verantwortlichen vor Probleme.

Klima: Seit Jahrzehnten ist bekannt, dass wir unserem Heimatplaneten schaden und wir umdenken müssen. Passiert ist nichts, außer das die Habgier nach Profit es rechtfertigt, dass wir nachfolgenden Generationen das Chaos hinterlassen. Also unseren Kindern und deren Kinder.

Bezahlbarer Wohnraum, Rente/Pension, Gesundheit, Pflege, Korruption, Handelskrieg und viele weitere Missstände prägen heute die Gesellschaft. Dabei müsste es gar nicht so sein, wenn wir uns vernünftig organisieren.

Zukunft gestalten mit !

In einer breiten Öffentlichkeit wird als einzige Alternative zur Verdrängung des Menschen und seiner Existenz, dass bedingungslose Grundeinkommen diskutiert. Das mag verführerisch sein, wird am Ende die Menschen aber enttäuschen. An der Fehlentwicklung ändert es rein gar nichts und es gibt eine Menge anderer Gründe, die dagegen sprechen. Wir werden nur weiterhin wertvolle Zeit verlieren und das sollten wir vermeiden. Zum bedingungslosen Grundeinkommen (BGE) gibt es einen eigenen Artikel.

Wenn wir ernsthaft etwas verändern möchten, dann müssen wir einen Schritt weiter gehen und uns wirklich neu organisieren. Dann gebraucht es einen echten Plan B, der die Menschen und nicht die Wirtschaft in den Mittelpunkt stellt. Ganz nach dem Motto, wie eingangs erwähnt. Geht es jedem Menschen gut, muss niemand fürchten, dass es ihm eines Tages schlecht geht. Das ist möglich, wenn das auch unser Ziel ist.

Zu Veränderung gehört auch Mut

Der Ruf nach Veränderung ist unüberhörbar. Veränderungen gehören zum Leben dazu und sind unvermeidlich, will man sich weiter entwickeln und nicht auf der Stelle treten. Das muss auch die Gesellschaft betreffen und nicht nur das eigene Leben. Wir müssen uns ernsthaft die Frage stellen, wollen wirklich ein System unterstützen, dass aus Habgier und Profitdenken, immer mehr Menschen an den Rand der Gesellschaft drängt und rücksichtslos die Umwelt zerstört? Oder wollen wir eine Gesellschaft, die rücksichtsvoll miteinander umgeht, jedes Leben ernst nimmt und unsere Natur bewahrt. Dafür möchte ich mich einsetzen und andere davon anstecken. Es ist ein Märchen, dass so etwas nur durch Verzicht möglich ist.

Zum Thema: Zukunft fair gestalten

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