Wir müssen uns neu organisieren

Sichere Existenz für alle

Sichere Existenz für Alle

Keine sichere Existenz zu haben macht krank und verkürzt das Leben erheblich. Der Sozialwissenschaftler Prof. Dr. Olaf von dem Knesebeck vom Institut für medizinische Sozialmedizin und Gesundheitsökonomie am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf sagt, das Menschen die in relativer Armut leben, früher sterben. Männer rund 10,8 Jahre und Frauen um 8,4 Jahre, bezogen auf die Lebenserwartung von Menschen mit einem höheren Einkommen. Keine sichere Existenz zu haben, schadet nachweislich der Gesundheit und der Lebenserwartung. Zudem wurde berechnet, dass arme Menschen die Rente/Pension der Reichen subventionieren.

Vermögen schaffen

Unterschiedliches Einkommen

Unsere Gesellschaft ist heute so aufgebaut, dass Menschen mit Vermögen einen enormen Vorteil gegenüber armen Menschen haben. In Österreich und Deutschland besitzt die Hälfte der Bevölkerung nicht einmal 3 Prozent des Gesamtvermögens und lebt von einem auf den nächsten Monat. Vermögen zu schaffen, wird immer schwerer. Vermögen wird von unten nach oben verteilt und es gibt keine Mechanismen, die von oben nach unten verteilen. Wer über Vermögen verfügt, kann sich nicht sicher sein, dass dies in Zeiten wie heute auch erhalten bleibt. Schon die Nullzinspolitik der EZB vernichtet jährlich Vermögen in Milliardenhöhe. Vermögen ist eine nicht abschätzbare Sicherheit.

Der Wettlauf nach Vermögen erzeugt zum Beispiel Habgier und Neid. Damit Vermögen geschaffen werden kann, scheint heute alles erlaubt. Menschen werden vertrieben oder ausgebeutet. Wir ruinieren unseren Heimatplaneten für den Profit. Das Streben nach Vermögen erzeugt viel kriminelle Energie und Menschen, die zum Opfer werden. Da stellt sich die Frage, ist Vermögen wirklich eine so gute Sache? Wäre da nicht eine Welt erstrebenswert, in der keiner Vermögen braucht, weil er darauf vertrauen kann, auf nichts verzichten zu müssen?

Existenz in Abhängigkeit

Wer in Lohn und Brot bei einem Arbeitgeber steht, ist abhängig von der Höhe des Lohnes. Vor allem Menschen im Niedriglohn wissen, wie ungut so etwas sein kann. Noch schlechter geht es Menschen, deren Existenz vom Wohlwollen des Gesetzgebers abhängt. Durchaus auch Menschen, die tagtäglich fleißig arbeiten gehen. Die Entwicklung von Kindern steht in Abhängigkeit zur finanziellen Lage der Eltern. Zerbrechen Familien, ist die Entwicklung von Kindern abhängig von der Unterhaltszahlung. Oft erzeugt eine Trennung meist Verlierer auf allen Seiten und der Streit um den Unterhalt, die eigene Existenz, zerstört oft Kinderseelen. Kinder, die dann auch als Erwachsene, oft ein Leben lang darunter leiden und zu den Benachteiligten in der Gesellschaft gehören. In Österreich gibt es keinen Versorgungsausgleich bei der Pension, wie es in Deutschland gehandhabt wird. Da halten Frauen an Ehen fest, um als benachteiligte im System nicht in die Altersarmut zu fallen. Es gibt viele Formen der Abhängigkeit, wenn es um die eigene Existenz geht. In Abhängigkeit leben zu müssen, macht den Menschen auch immer zum Bittsteller und nimmt ihm Freiheiten. So wie wir heute organisiert sind, ist es durchaus gewollt, dass Menschen in Abhängigkeit zu anderen leben.

Sichere Existenz macht frei

Individuelle, sichere Existenz für jeden

Die Befreiung vom Geld, ermöglicht uns eine ganz neue Sicht auf die Existenz eines jeden Menschen. Wir sind nicht mehr gezwungen den Wert eines Menschen, anhand seines Vermögens oder Verdienst zu bestimmen. In einer Gesellschaft die sich ohne Geld organisiert, geht es darum, den Bedarf der Menschen zu ermitteln und diesen abzudecken. Dadurch werden wir in der Lage sein, niemand benachteiligen zu müssen, um die eigene Existenz abzusichern. Eine Gesellschaft die sich vom Geld befreit, kennt keine Lohnunterschiede oder den Umstand das Menschen mit besseren Startbedingungen geboren werden. Wir werden in der Lage sein, jedem die Existenzgrundlage zu geben, die er in der Phase seines Lebens benötigt. So hat natürlich ein Baby einen anderen Bedarf, wie ein Mensch im hohen Alter.

Wie kann das funktionieren?

Von jedem Euro, den wir heute verdienen, landet mehr als die Hälfte in Form von Abgaben und Steuern beim Staat. Kaufen wir ein Produkt, müssen wir auch die Werbung, den Gewinn und viele andere Dinge mit bezahlen. Ein System das wenige begünstigt und viele Menschen täglich Sorgen bereitet. Organisieren wir uns ohne Geld, dann sieht dies ganz anders aus. Wir bestimmen den Bedarf der Bevölkerung und sorgen dafür, dass der Bedarf gedeckt wird und ein jedes Mitglied der Gesellschaft ohne Sorgen leben kann. Die Aufgaben die dabei entstehen, werden fair verteilt. Die Zeit die wir dafür investieren müssen, wird rapide sinken, da die Verwaltung von Geld wegfällt und viele Arbeitskräfte frei setzen wird. Zudem können wir die Arbeitslosen mit einbinden und die Menschen, die in der Zukunft ihren Job durch die Digitalisierung verlieren. Wenn wir Wissen und Arbeitskraft verbinden, können wir den Bedarf der Menschen viel leichter erfüllen, als dies heute der Fall ist. Wir müssen auch niemanden ausbrennen, weil wir über genügend Arbeitskraft verfügen.

Nachdenken umdenken
Wir müssen umdenken!

Wie soll die sichere Existenz aussehen?

Die größte Herausforderung wird das Umdenken! Als Gesellschaft haben wir uns daran gewöhnt, dass Vermögen ungerecht verteilt ist und dass es große Lohnunterschiede gibt. Eine Gesellschaft die sich ohne Geld organisiert kennt das nicht. Wir müssen niemanden abwerten, um einen besseren Lebensstandard zu erreichen. Wichtig ist, dass wir den Bedarf aller Bürger erfassen und danach richtet sich, welche Produkte oder Dienstleistungen benötigt und zur Verfügung gestellt werden. Sehr gut realisierbar, nachdem wir uns vom Druck befreien, riesige Vermögen brach liegen zu lassen und ein Heer an Arbeitskräfte mit der Verwaltung von Geld zu verschwenden. Wir müssen uns nur aneignen, dass wir dem anderen einen angemessenen Lebensstandard gönnen, dann können wir davon ausgehen, dass uns gleiches gegönnt wird.

Was ist angemessen?

Es ist wahrscheinlich eine der wichtigsten Fragen, was die Menschen beschäftigen wird. Was ist ein angemessener Lebensstandard? Es ist nicht die Aufgabe von UMDENKEN, darüber zu bestimmen. Das muss eine Gesellschaft selbst entscheiden. Wir sind auch sehr unterschiedlich. Der eine möchte vielleicht alternativ leben, während der andere ein ganz anderes Lebensmodell möchte. Möglich sollte alles sein. Wichtig ist natürlich das wir keinem Konsumrausch verfallen und unseren Heimatplaneten noch schneller wie bisher, unbewohnbar machen. Übermäßiger Konsum ist aber möglicherweise einer Gesellschaft geschuldet, die immer kälter wird und sich mehr und mehr zurückzieht. In einer Gesellschaft die sich ohne Geld organisiert, werden wir alle über mehr Freizeit verfügen. Daher ist es sicherlich ein guter Gedanke: „Wie möchten wir diese Freizeit verbringen„. Unabhängig vom Geld ist fast alles möglich. Unsere Kinder müssen nicht mehr auf der Straße gammeln, weil kein Geld für attraktive Begegnungsstätten da ist. Das Gleiche gilt auch für uns Erwachsene. Losgelöst vom Geld können wir vieles umsetzen, dass uns Wärme und Zufriedenheit gibt. Wundervoll, wenn die Menschen dadurch wieder mehr aufeinander zugehen und im anderen einen Freund sehen.

Zum Thema: Zukunft gestalten

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