Klimakrise-Klimawandel

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  • Beitrag zuletzt geändert am:27. Oktober 2020
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Klimawandel Klimakrise Klimakatastrophe

Klimakrise

Ein wirkliches Bewusstsein für die Klimakrise und den Klimawandel gibt es in großen Teilen der Bevölkerung noch nicht. Seit Mitte der 70er-Jahre wird in der Wissenschaft über eine Erderwärmung diskutiert. Dank Computermodellen wissen wir seit den 90er-Jahren, dass Treibhausgase, verursachte Emissionen durch den Menschen, hauptverantwortlich für die voranschreitende Erderwärmung ist. Dank der Entwicklung im Bereich der Wissenschaft wissen wir im Jahr 2020, dass das Problem Klimakrise viel größer als angenommen ist, und das streben nach Profit im industriellen Zeitalter, massiv unseren Heimatplaneten bedroht.

Keine Panik

Die Klimakrise sollte trotz ihrer Bedrohung keine Panik in uns erzeugen. Panik ist ein schlechter Ratgeber und lässt uns entweder flüchten (Verdrängung des Problems) oder auf Angriff gehen (Verharmlosen des Problems). Beides nicht wirklich empfehlenswert. Solange wir die Zukunft der Menschheit in der Hand haben, können wir auch etwas ändern, nur müssen wir es auch tun. Die Coronakrise hat uns auch gelehrt, geben wir der Natur eine Atempause, ist sie auch gut in der Lage sich zu erholen.

Bewusstsein schaffen

Ohne Bewusstsein für ein Problem, wird es schwierig etwas zu verändern. Tückisch sind vor allem die Probleme, die man nicht als Problem wahrnimmt.

Seit 2002 bin ich Diabetiker Typ 2. Bis heute muss ich kein Insulin spritzen und habe auch keinerlei Spätfolgen. Trotzdem habe ich lange gebraucht, ein Bewusstsein für meine Erkrankung zu entwickeln. Diabetes tut nicht weh und hat lange auch keine Krankheitszeichen. So mancher hat schon jahrelang Diabetes, bis die Krankheit durch Zufall bei einer Untersuchung diagnostiziert wird.

Wer kein Bewusstsein für seine Krankheit entwickelt und sein Leben der Krankheit anpasst, muss mit verheerenden Spätfolgen wie Amputation, schlechte Wundheilung, Nierenversagen, Herzinfarkt oder Schlaganfall rechnen. Mit der Klimakrise ist es nicht anders. Entwickeln wir kein Bewusstsein für den von Menschen gemachten Klimawandel, werden wir eines Tages mit voller Härte die Spätfolgen spüren. Neben Hungersnot, Trinkwassermangel ist der ausgehende Sauerstoff, wenn die Weltmeere kippen, das schlechteste Szenario. Alles aber möglich. Das muss uns keine Angst machen, wenn wir bewusst mit dem Klimawandel umgehen und etwas ändern. Wie schon weiter oben erwähnt, unser Heimatplanet erholt sich auch, wenn wir ihm die Möglichkeit dazu geben. Es liegt in unserer Hand, wem sollten wir auch sonst die Schuld geben.

Klima und Wetter

Bis zum Ende des Jahrhunderts soll es 2 Grad wärmer werden und gar 4 Grad, wenn wir nichts verändern. Hört sich nicht wirklich schlimm an und ob es im Moment 16 oder 20 Grad hat, ist auch nicht wirklich bedrohlich. Das entspricht dem tagtäglichen Wetter, das auch gewisse Schwankungsbreiten hat. Sven Plöger (Meteorologe) erklärt den Unterschied zum Klima an einem recht interessanten Beispiel. Am Ende der letzten Eiszeit war das Klima 4 Grad kälter. Denken wir an das Wetterbeispiel, so sehen wir 4 Grad kälter für eine Eiszeit eher mit Erstaunen. Die 4 Grad kälteres Klima hatten ihre Auswirkungen. Die Alpen waren unter einer Eisschicht von 3000 m begraben, Berlin 500 m, Skandinavien rund 2000 – 3000 m und Boston und New York war mit einer rund 1500 m dicken Eisschicht bedeckt. Anhand dieses Beispiels kann man sich nun viel besser vorstellen, was 4 Grad bewirken und 4 Grad wärmer, wird katastrophale Lebensbedingungen mit sich bringen, wenn es dann noch Leben gibt. Sicherlich gab es in der Erdgeschichte immer wieder einen Klimawandel. Dieser ist immer wie in Zeitlupe abgelaufen und mit unserem Verhalten, seit den industriellen Revolutionen, beschleunigen wir die Erderwärmung massiv.

Infos zur Klimakrise

Für weitere Informationen über den Klimawandel, kann ich die Webseite von Scientists for Future (S4F, auch Scientists4Future), ein Zusammenschluss von Wissenschaftler und die Bewegung Fridays for Future in Deutschland und Österreich empfehlen. Dort finden Sie ausreichend Material, um sich in das Thema einzulesen.

Es ist mir bewusst, dass gerade über Fridays for Future in Teilen der Bevölkerung auch sehr gehetzt wird. Ich persönlich finde die Bewegung gut und erwarte auch nicht das alles sofort richtig gemacht wird. Sich mit der Thematik zu beschäftigen, ist ein sehr guter Anfang für ein Problembewusstsein und eine gute Ausgangslage, in der Zukunft die Dinge besser zu gestalten. Auch wenn es Zeit braucht, so wird es Spuren hinterlassen und etwas verändern. Empören sollten wir uns über den Protest unserer Jugend nicht, immerhin gehören sie zur Generation, die das eines Tages in voller Härte ausbaden muss, wenn wir nichts verändern!

Veränderung durch Verzicht?

Containerschiff Klimakrise Klimawandel

Meist glauben wir, wir können nur dann etwas verändern, wenn wir auf lieb gewonnene Dinge verzichten. Da blenden wir auch schon einmal gerne die nachfolgenden Generationen aus und sagen uns, wird schon gut gehen. Doch für nachfolgende Generationen wird es eng und an sie zu denken, sollte Bestandteil unseres Bewusstseins für die Klimakrise sein. Wir müssen aber nicht verzichten, um aktiv Klimaschutz zu betreiben. Wir müssen die Dinge nur besser machen, so einfach ist das.

Ein Beispiel zum besseren Verständnis:

Frachtschiffe auf unseren Weltmeeren fahren mit Schweröl. Im Prinzip das Abfallprodukt aus der Rohölverarbeitung (ca. 3 %). Ein Frachter erzeugt so viel Umweltverschmutzung wie 50 Millionen Autos. 20 Frachter demnach, so viel wie alle Autos auf der Welt. Allerdings gibt es rund 60.000 Frachter, die auf unseren Weltmeeren unterwegs sind. Im Angesicht solcher Zahlen verstehe ich den Fingerzeig auf die Autoindustrie nicht ganz, weil die Umweltverschmutzung durch Frachter kaum ein solches mediales Interesse zukam.

Die Frage ist, wie kann man das besser machen?

Die Motoren der Frachtschiffe sind reine Allesverbrenner. Bis zu 200 Tonnen Schweröl am Tag, verbrennt ein solcher Frachter. Hochwertige Kraftstoffe zu verbrennen, ist eine reine Geldfrage. Da sich in unserer Welt alles um den Profit und nicht um die Gesundheit und Zukunft der Menschen dreht, wird sich nichts ändern, solange der Profit im Vordergrund steht. An dieser Stelle müssen wir umdenken und uns ganz neu organisieren.

Fazit Klimakrise

Wir sind dem Klimawandel nicht hilflos ausgeliefert und können die Erderwärmung verlangsamen und auf ein erträgliches Maß reduzieren. Das heißt, die Menschheit und die Natur kann damit ganz anders umgehen und sich allmählich anpassen. Das wird aber nur funktionieren, wenn wir aus dem System Profit und Habgier aussteigen. Solange Unternehmen Gewinne machen müssen, wird Vernunft nicht die große Rolle spielen. 

Zukunft fair gestalten

Die Befreiung vom Geld,
gibt uns die Freiheit zurück!

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