Wir müssen uns neu organisieren

Forschung

Freie, unabhängige Forschung

Die Glaubwürdigkeit von Studien leidet zunehmend. So kommen oft Studien zum unterschiedlichen Ergebnis, obwohl es inhaltlich um das Gleiche geht. Die Ursache hierfür liegt sehr oft darin, wer gibt die Studie in Auftrag, bezahlt sie und nimmt Einfluss auf das Ergebnis. Das Dilemma der Wissenschaft. Für eine unabhängige Forschung fehlt das Geld und so ist die Wissenschaft und ihre Ergebnisse abhängig von ihren Geldgebern. Den Geldgebern geht es selten um das Wohl der Menschheit. Entscheidend ist der Profit, der im Anschluss an eine Studie erzielt werden kann. Das Makabere ist, wir bezahlen letztendlich die Studien selbst, die uns am Ende schaden. Ändern können wir dies nur, wenn wir uns vom Geld befreien und dieses in der Forschung keine Rolle mehr spielt. Monsanto stellt da auch keinen Einzelfall dar. 

Wenn Forschung der Gesundheit schadet

Ein sehr prominentes Beispiel ist derzeit sicherlich das Schädlingsbekämpfungsmittel Glyphosat. Nun ist in San Francisco (USA) ein erstes Urteil gefallen. Ein Geschworenengericht war davon überzeugt, dass ein glyphosathaltiges Mittel der Firma Monsanto zur Krebserkrankung des Hausmeisters Dewayne Johnson beigetragen hat und sprach ihm eine Entschädigung in Höhe von rund 260 Millionen Euro zu. Dies ist auch kein willkürliches Urteil wie so mancher behauptet, nachdem der deutsche Konzern Bayer, Monsanto gekauft hat. Es war nur eine Frage der Zeit, bis ein erstes Urteil gefällt wird und weitere werden folgen. Alleine in den USA machen tausende Krebskranke Monsanto für ihr Leiden verantwortlich. Schon im März 2015 wurde Glyphosat von der WHO als wahrscheinlich krebserzeugend beim Menschen eingestuft. Für Monsanto noch lange kein Grund, den Hinweis im Sinne unserer Gesundheit ernst zu nehmen. Ganz nach dem Motto, Profit Einzelner ist wichtiger als die Gesundheit der Menschen. Die Umweltschutzorganisation Global 2000 veröffentlichte im März 2017 den Bericht: „Glyphosat und Krebs – gekaufte Wissenschaft„. Im Bericht legt Global 2000 dar, wie Monsanto in zahlreichen Fällen auf wissenschaftliche Artikel Einfluss genommen hat, die eine Ungefährlichkeit von Glyphosat bescheinigten. Profit vor Gesundheit sollte nicht unser Ziel sein und doch macht Geld vieles möglich.

Wie Wissenschaft Gesetze beeinflusst

Wer will es der Politik verdenken, wenn sie bei Gesetzesvorhaben unabhängige Sachverständige zurate zieht. Ein solcher ist der Toxikologe Prof. Helmut Greim. Mit dem großen Bundesverdienstkreuz wurde er ausgezeichnet, weil seine Politikberatung nicht interessengeleitet ist. Wer anfängt, hinter die Kulissen zu blicken, ist schon sehr enttäuscht, wer da so ausgezeichnet wird. „Professor halb so schlimm“, wie er gerne von seinen Kritikern genannt wird, gilt als Verharmloser wenn es um Gifte geht und seine Nähe zur Industrie ist nicht von der Hand zu weisen. Schon 1994 berichtete Monitor, über den hochdekorierten Wissenschaftler, der der von einem ehemaligen Staatsanwalt als „Falschgutachter“ bezeichnet wird. Eine solche Wissenschaft hat Folgen. Menschen werden für den Profit krank gemacht und Geschädigte anschließend um ihr Recht gebracht.

„Greim zeigte klare Kante: Stickoxide – kein Problem. Glyphosat – nicht krebserregend. Dioxin – harmlos. PCB – kaum schädlich.“ (Quelle: WDR)

Zum Text und Video auf WDR

Eine solche Wissenschaft sorgt nicht für die Glaubwürdigkeit von Studien und verunsichert die Menschen. Als Laie ist es letztendlich schwierig, heraus zu finden, wem man Glauben schenken kann. Eine Diskussion, die die Menschen spaltet, findet auch beim Klimawandel statt. Der überwiegende Teil der Wissenschaft warnt vor dem vom Menschen gemachten Klimawandel. Eine kleine Gruppe widerspricht dem und verweist auf natürliche Begebenheiten. Ausgestattet mit Geld derer die mit dem Raubbau an der Natur Geld verdienen, kann deren Meinung viel besser in die öffentliche Diskussion transportiert werden, zum Schaden aller Menschen.

Unabhängige Wissenschaft bringt uns weiter

Wie eingangs schon erwähnt, werden wir in Verbindung mit Geld, Wissenschaft nicht auf seriöse Beine stellen können. Zuviel wird getrickst und Geldgeber nehmen erheblichen Einfluss auf Studien. Für unabhängige Studien fehlt meist das Geld. Egal sollte uns das nicht sein, immerhin geht es um unsere Gesundheit oder dem Leben auf unserem Heimatplaneten. Nicht nur für uns, auch für unsere Kinder und deren Kinder, die noch mehr Zeit auf dieser Welt verbringen werden. Wollen wir Verantwortung übernehmen, reicht es nicht, wenn wir sagen: „Das kann ich ja doch nicht ändern“. Wer das sagt, ändert auch wirklich nichts.

Unabhängige Wissenschaft werden wir nur erreichen können, wenn wir uns vom Geld befreien. Forschung muss der Menschheit dienen und nicht den Konzernen, mehr Profit zulasten der Menschen zu machen.

Wissenschaft

Vorteile einer unabhängigen Wissenschaft

Wenn Geldinteressen die Forschung nicht beeinflussen, rückt der Mensch in den Mittelpunkt. Niemand hat dann einen Grund, giftige Stoffe von einer Gesundheitsschädlichkeit freizusprechen. Eine unabhängige Forschung, kann anders beurteilen, als eine Wissenschaft, die vom Profit und der Rendite Einzelner gesteuert wird. Dies betrifft nicht nur die Beurteilung von Giftstoffen. Wir werden in der Lage sein, Waren langlebiger zu machen. Verbesserungen müssen nicht mehr in der Schublade verschwinden, weil sie den Profit einzelner schmälern. Bei der Erforschung von Krankheiten, wird es nicht mehr darum gehen, lohnt es sich überhaupt für eine gewisse Gruppe Erkrankter zu forschen. Eine Forschung, die nicht vom Geld angetrieben wird, kann sich die Freiheit nehmen, den Menschen und nicht den Profit in den Mittelpunkt der Arbeit zu stellen. In unserem Geldsystem unvorstellbar.

Zum Thema: Zukunft gestalten

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