Wir müssen uns neu organisieren

Die Befreiung vom Geld

Die Befreiung vom Geld

Die Befreiung vom Geld bedeutet nicht das Ende des Lebens. Es ist der Anfang eines sorgenfreien, neuen Lebens mit ganz neuen Möglichkeiten. Das fehlende Geld wird nicht mehr als Bremse von Leben und Entwicklung einer Gesellschaft im Vordergrund stehen. Als Gesellschaft können wir ganz anders leben, wenn wir den Fokus auf den Menschen und nicht auf das Geld richten. Die Befreiung vom Geld, wird die Menschen frei machen.

Die Bindung zum Geld

Wir alle sind mit Geld aufgewachsen und haben daher auch eine starke Bindung zum Geld. Ein Leben ohne Geld ist in der heutigen Zeit kaum denkbar und kommt gedanklich einem Todesurteil gleich. Daher auch verständlich, dass eine Befreiung vom Geld, erst einmal ungute Gefühle erzeugt. Geld ist aber nur gut, für den der ausreichend davon hat. Vierzig Prozent der Menschen in unserer Gesellschaft hat aber kein Vermögen und lebt von einem Monat auf den nächsten. Da wird dann jede Sonderausgabe zur Herausforderung. Natürlich gibt es auch Menschen, denen es in dieser Beziehung besser geht. So haben alleine 36 Milliardäre in Deutschland soviel Vermögen, wie 41 Millionen Deutsche, die ärmere Hälfte der Bevölkerung. Nicht umsonst sagt man, der Reichtum der einen, ist die Armut der anderen! Jeder fünfte in Deutschland und in Österreich lebt in oder am Rande der Armut. Dies betrifft auch sehr viele Menschen, die jeden Tag fleißig arbeiten gehen oder ein ausgefülltes Arbeitsleben hinter sich haben und nun in Altersarmut leben. 16 Millionen Deutsche und 1,5 Millionen Österreicher lebten 2017 in oder am Rande der Armut. Wer diese Menschen fragt, wie toll Geld ist, wird kaum positive Antworten bekommen.

Geld und Profitgier rechtfertigt heute vieles!

Damit es der Wirtschaft gut geht, ruinieren wir unsere Umwelt und quälen Tiere, damit Fleisch billig ist. Wir stemmen uns nicht gegen die Ausbeutung von Menschen auf dieser Welt, solange wir auch einen praktischen Nutzen daraus haben. Wir vergessen aber eines. Die Quittung für unsere Entwicklung bezahlen wir schon heute. Auch wenn wir es gerne ausblenden, Armut ist schon längst in unserer Gesellschaft angekommen. Der Mittelstand kämpft gegen den Abstieg in die Armut. Wir leben in einer Welt, in der von unten nach oben verteilt wird und von dort kommt kaum etwas wieder nach unten. Der von Menschenhand gemachte Klimawandel zeigt erste verheerende Auswirkungen. Darauf werden die globalen Entwicklungen kaum Rücksicht nehmen. Für den Profit und eine gute Rendite, ist wohl kein Preis zu hoch. Wir müssen uns ganz ehrlich die Frage stellen, was hinterlassen wir unseren Kindern und deren Kinder? Natürlich können wir etwas ändern, wir müssen es aber auch tun!

Tauschhandel

Zurück zum Tauschhandel?

Die meisten Menschen haben die Vorstellung, dass wir zurück zum Tauschhandel müssen, wenn wir das Geld abschaffen. Dann würde der Tauschhandel entscheiden, wie gut es Menschen geht und davor fürchten sich die meisten, weil nichts zum tauschen da ist.

Zurück ist aber immer schlecht und hat auch nichts mit Fortschritt zu tun. Als fortschrittliche Gesellschaft können wir dies besser bewerkstelligen und bringen auch ganz unbewusst Erfahrung mit. Länder wie Deutschland und Österreich haben/hatten sehr vorbildliche Sozialsysteme. Solidargemeinschaften (z. B. Renten- Gesundheitssystem) haben lange Zeit sehr erfolgreich für den Bürger funktioniert.

Unsere Sozialsysteme sind abhängig vom Lohn, der bezahlt wird. Ein ständig wachsender Niedriglohnsektor und ständiges feilschen vonseiten der Arbeitgeber um das Drücken der Beitragssätze, lassen solche Systeme auf Dauer kollabieren. Aus Erfahrung können wir sagen, dass eine Solidargemeinschaft etwas Gutes ist. Dass die Politik die Sozialsysteme vor die Wand fährt, ist eine ganz andere Geschichte und hat viel mit Habgier Einzelner, zulasten aller zu tun. Wenn wir das Geld abschaffen, müssen wir nicht zurück zum Tauschhandel. Wir müssen nur lernen, dem anderen etwas zu gönnen, können dann auch darauf vertrauen, dass uns etwas gegönnt wird.

Kann eine geldlose Gesellschaft funktionieren?

Durch unsere starke Bindung an das Geld ist für viele eine geldlose Gesellschaft nur sehr schwer vorstellbar. Im Prinzip brauchen wir es nicht. Wir benötigen lediglich die Waren, die es für Geld zu kaufen gibt. Dies ist ein sehr großer Unterschied und spiegelt sich in Befragungen auch wieder. Menschen können gut auf das Geld verzichten, wenn anderweitig sichergestellt ist, dass sie die Dinge ihres persönlichen Bedarfs erhalten. Anders sieht das bei Menschen aus, die in Verbindung mit dem Geld auch Macht ausüben können.

Wenn wir uns vom Geld befreien, bleibt das wichtigste erhalten, ohne das auch Geld nicht funktionieren würde. Unser Wissen und die Arbeitskraft. Wir können viel leisten und trotz dieser Tatsache können sich immer mehr Menschen, immer weniger leisten. Durch die Befreiung vom Geld entledigen wir uns vom überflüssigen Ballast. Wir brauchen nicht mehr den Profit weniger erwirtschaften. Wir sparen uns wahnsinnig viel Ressourcen an Arbeitskraft. Damit Geld überhaupt funktioniert, vergeuden wir sehr viel Arbeitskraft, die wiederum an anderer Stelle bitter benötigt würden. Die Befreiung vom Geldsystem erzeugt aber noch viele weitere positive Aspekte, auf die in weiteren Beiträgen noch eingegangen wird.

Eine geldlose Gesellschaft wird einfacher funktionieren und muss keine Menschen mehr vergessen, damit es nur einem sehr kleinen Teil der Menschen gut geht.

Die Befreiung vom Geld hat viele Vorteile

Eine geldlose Gesellschaft würde nicht nur die Arbeitswelt revolutionieren. Banken und Versicherungen werden völlig überflüssig. Habgier wird an Bedeutung verlieren und an deren Stelle kann Vertrauen neu wachsen. Richtig organisiert gehören Begriffe wie Kinderarmut, Altersarmut oder Wohnungsnot schon bald der Vergangenheit an. Ein großer Teil der Kriminalität wird sich ohne unser Zutun einfach in Luft auflösen, weil es keinen Sinn mehr machen wird, in gewissen Bereichen kriminell zu werden. Auf einen Schlag löst sich das Drogenproblem und niemand muss sich mehr ängstigen, dass sein Kind schon auf dem Schulhof süchtig gemacht wird und vielleicht nie ins Leben startet. Dies mag sich alles etwas verträumt anhören. Damit das zur Realität wird, müssen wir es auch wollen. Machbar ist es, eben eine Frage der Organisation! 

Zum Thema: Zukunft gestalten

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